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Kaiserhammer

Im früheren Jagdgarten des Markgrafen Friedrich

Rundwanderung; 12 km

Anfahrt:

Von Selb auf der B 15 Richtung Marktredwitz. Bei Schwarzenbhammer rechts abbiegen und Nach Kaiserhammer fahren. Hinter Kaiserhammer zweigt die Straße nach Hebanz ab, die direkt am Schloss Kaiserhammer, dem Stratpunkt, vorbei führt.

Wanderung: Nach GPS

Wenn das Skiwandern nicht möglich ist, kann eine Winterwanderung ebenso reizvoll sein. Unser Tipp führt heute in das "Spinnennetz des markgräflichen Jagdgartens" bei Kaiserhammer in der Nähe von Marktleuthen Mit dem "Spinnennetz" ist das sogenannte "Rondell" bei Leuthenforst gemeint, das zum ehemaligen "Parforcejagdgarten" der Markgrafen von Bayreuth gehörte. Ein Abstecher über die hintere Forstallee führt zum Anwesen Fuchs, wo Damwild im Wildgehege zu sehen ist.

Das in die Wälder gewebte spinnennetzartige Wegegebilde ist nicht nur im Sommer ein lohnendes Ziel. Die Hauptalleen zwischen den Orten Leuthenforst und Kaiserhammer sind meist geräumt. Die Nebenalleen und die Verbindungswege locken die Skiwanderer. Zieht man seine Spuren leicht bergwärts, erreicht man immer das Rondell, das auf einer Anhöhe zwischen den Tälern der Eger und der Steinselb liegt.

Kurz nach 1700 hatte der Markgraf Christian Ernst beim Kaiserhammer ein aus Holz errichtetes Jagdschloss errichten lassen. Vorher war bereits das ausgedehnte Waldgebiet des Leuthener Forstes vom fürstlichen Jagdschloss in Selb aus bejagt worden.

Im Jahre 1735 entdeckte der damals 24 jährige Markgraf Friedrich sein Herz für das Jagdrevier in Kaiserhammer: Er ließ dort einen barocken Jagdgarten in Form einer achtstrahligen Sternschneise errichten. Die Radialschneisen waren durch Querwege so untereinander verbunden, dass sie vier konzentrische Achtecke bilden. Nur eine der acht Schneisen führte zu einem bestimmten Ziel: dem Jagdschloss an der Südostecke des Sterns. 1761 ließ Markgraf Friedrich im Zentrum des Jagdgartens einen Pavillon errichten. Fertig wurde er der jedoch nicht, da Markgraf Friedrich 1763 starb.

Der nach dem Tode Friedrichs an die Regierung gekommene Markgraf Friedrich Christian, ein Onkel des Verstorbenen, hatte an der Jagd wenig Interesse. Unter Markgraf Alexander kam schließlich das Ende des fürstlichen Jagdschlosses:

Am 8. Januar 1770 befahl er, die "Gebäude ufm Kaiserhammer entweder gut möglichst zu verkaufen oder daferne sich kein Liebhaber dafür finden sollte, diejenigen, welche Schaden nehmen, abbrechen und die Materialen an die Meistbiethenden verkaufen zu lassen".

Endgültig verkauft wurde das Schloss jedoch erst 1790: Den Zuschlag erhielt der Kaufmann Georg Christoph Leers aus Wunsiedel. Kurz vor dem Verkauf hatte Johann Michael Fussel das Jagdschloss besucht. Er berichtet: "Die Alleen verwildern, der Park fällt zusammen, die Wohnungen haben ihren vorigen Glanz verloren. Das Schloss ist nur noch Aufenthalt eines einsamen Kastellans, und bald wird es zu der Würde seiner Nachbarinnen, den Strohhütten, herabgewürdigt sein."